Verbandsgemeinde Altenahr

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Kirchsahr

Eines der schönsten Mittelgebirgstäler

Die Gemeinde liegt am Ende des in Kreuzberg beginnenden Sahrtales, von Kennern als eines der schönsten Mittelgebirgstäler Deutschlands beschrieben. Etwas über 400 Einwohner leben in der mehr als 6 qkm großen Gemeinde. Wer über Burgsahr und Binzenbach den Hauptort der Gemeinde Kirchsahr erreicht, kann die den Ort überragende kleine Pfarrkirche kaum übersehen.

Blick auf Kirchsahr
Blick auf Kirchsahr

Kleinod für Kunstliebhaber

Sie beherbergt eines der bedeutendsten Kunstwerke der Eifel: Ein auf Holz gemalter Flügelaltar, aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammend. Das Kunstwerk wird der sogenannten "Kölner Schule" zugerechnet. Es zeigt in 19 Bildern das Leben und Leiden Jesu, jeweils 9 kleinere Rahmen, die monumentale Kreuzigung auf der Mitteltafel. Auch die übrige Ausstattung der Kapelle ist sehenswert.

Es sind allerdings nicht die wenigen eingeweihten Kunstliebhaber, die das malerische Sahrtal aufsuchen. Die ausgezeichnete Gastronomie ist über die Grenzen der Gemeinde hinaus bekannt. Nicht wenige Bürger bieten Fremdenzimmer oder Ferienwohnungen an. Kirchsahr mit seinen Ortsteilen Burgsahr und Binzenbach bietet sich als Standort und Ausgangspunkt für erholungssuchende Wanderurlauber an.

Ortsbürgermeister: Kai-André Köpcke 
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Ortsgemeinde Kirchsahr

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Kontaktdaten der Ortsgemeinde:

Gemeinde Kirchsahr
Sahrstraße 44b
53505 Kirchsahr

Ortsbürgermeister: Kai-Andre Köpcke
Tel.: 02643 941371
E-Mail schreiben

Geschichte:

Die Geschichte von Kirchsahr reicht mehr als 1000 Jahre zurück. Ursprünglich als “sarna” bezeichnet, wird Kirchsahr erstmalig zwischen 948 und 964 urkundlich in einer Schenkungsurkunde an das Benediktinerkloster Prüm erwähnt. Eine genauere Datierung ist nicht möglich, da die Urkunde leider nicht datiert ist. Im Jahr 1964 haben wir in Kirchsahr die 1000-Jahr-Feier gefeiert und damit ein Jahr festgelegt.

Um das Jahr 1100 kam Kirchsahr zur Grafschaft Are, bei dem es bis zum Aussterben des Grafengeschlechtes 1246 blieb. Es fiel dem Erstift Köln zu, das 1356 ein Kurfürstentum wurde.

Im 14. Jahrhundert unterschied man Obersahr (sarne superius) und Untersahr (sarne inferius). Ersteres erhält bald den Namen Kirchsahr, letzteres Burgsahr. Es sind also die beiden ältestens Ortsteile unserer Gemeinde.

Wandern:

Von Kreuzberg bis zur Landesgrenze bei Kirchsahr erstreckt sich das Wegenetz des Wanderparadieses Sahrbachtal, dessen Hauptachse der abwechslungsreiche und bequem zu bewältigende Sahrbachweg bildet. Dem Wanderer  eröffnen sich farben- prächtige Aussichten über die Höhen der Eifel und vielfältige Einblicke in den  stillen Wandel der Natur im Tal und den angrenzenden  Höhen.

Dem Wunsch nach Rundwanderwegen entsprach der Freundeskreis Sahrbachtal e.V. und richtete 2012 den Gottfried-Kinkel-Weg ein  (nördlich über Krälingen  - 10,4 km).Südlich des Sahrbachtals entstand der  Sahrbachtaler Höhenweg (19,5 km über Lind) . Beide Wege starten ebenfalls in Kreuzberg und enden in Kirchsahr. Zu diesen drei West-Ost-Verbindungen wurden inzwischen 14 weitere Verbindungen geschaffen, die es dem Wanderer ermöglichen seine Route individuell und leistungsgerecht zusammenzustellen. Der Milchstraßenweg und der Galaxienweg binden eine der Hauptattraktionen der Region - das zweitgrößte Radioteleskop der Welt bei Effelsberg - in das Wegenetz ein.

Die übrigen zwölf Wanderwege (Römersteig, Sauriersteig, Wingertweg, Rosterbuscher Weg, Am Entenbach, Mühlenweg, Martinssteig, Holzemer Weg,,Kirchpfad, Am Käsbachsberg, Ermschosser Weg und Kotzberger Weg) verbinden die beiden Höhenwege mit dem Sahrbachweg. Das Streckennetz der Premiumklasse verläuft hauptsächlich abseits der Kraftverkehrswege und ist mit Symbolen vorbildlich beschildert. Es führt über viele Aussichtspunkte und erschließt zahlreiche Sehenswürdigkeiten.

Sehenswürdigkeiteiten:

Kirche St. Martin:

Die kleine, bescheidene Bruchsteinkirche unserer Gemeinde, die um 1730 wiedererbaut wurde und deren Grundmauern auf das Jahr 1100 zurückführen sind, beherbergt ein Tryptichon der Kölner Malerschule aus der Zeit 1400 - 1408, sowie eine der seltenen Türkenmadonnen. Das Altarbild, das seit 1782 hier zu bewundern ist, wurde ursprünglich vom Stift Bad Münstereifel in Auftrag gegeben.

Dieses Altarbild zählt zu den ersten Kunstwerken, deren Darstellungen sich von der starren Flächenmalerei des byzantinischen Stils lösen. Der Flügelaltar stellt neben der zentralen Szene der Kreuzigung Christi weitere 18 Bildtafeln dar, die sich zur Lebens- und Leidensgeschichte des Heilandes ordnen.

Besucheranfragen und Besichtigungen: Frau Irene Mahlberg Tel: 02643 903504

Radioteleskop Effelsberg:

Das auf einem Ringfundament ruhende 100m durchmessende Teleskop ist frei schwenkbar und wiegt 3200 t. Erbaut wurde es 1968 bis 1971. Die große Oberfläche der Antenne von 7850 qm ist notwendig, um außerordentlich schwache Radiosignale zur Erforschung des Universums zu empfangen.
Diese besonders sehenswerte wissenschaftliche Forschungsstätte der Max-Planck- Gesellschaft ist aus dem Tal des Sahrbaches, ausgehend von Binzenbach zu Fuß in 40 Min. erreichbar. Mit dem Fahrzeug erreicht man den oberhalb der Anlage in Effelsberg gelegenen Parkplatz in 5 Min.

Weitere Informationen: Max-Planck.Str. 28 , 53902 Bad Münstereifel, Tel.: 02257-301101

Bergbau in Kirchsahr

Der Bergbau in Kirchsahr hatte bis weit in das 20. Jahrhundert Tradition in Kirchsahr und auch heute ist noch einiges davon zu sehen. Zwar sind viele der alten Stollen heute die Heimat von Fledermäusen und anderen Tieren, aber dennoch gibt es einiges zu entdecken. Am “Gertelstollen” zeigen Karten die Lage der alten Stolleneingänge und geben Auskunft über die verschiedenen Erze, die in Kirchsahr gefördert wurden. Der Stollenmund ist so gestaltet, dass man in den Stollen schauen kann. Vor dem Stollen sind alte Loren restauriert worden.

Der “Alte Stollen” in Binzenbach direkt am Sahrbachweg geht ca. 30m tief in den Berg und kann auf eigene Gefahr betreten werden.

Bogenschützenparcours:

Für die Bogenschützen bietet Kirchsahr noch eine ganz besondere Überraschung. Eigentlich seit Jahrmillionen ausgestorben, tümmeln sich in den Wäldern des “Heidetals” noch heute einige seltenen Dinosaurier. In diesem einzigartigen Parcours sind urzeitliche Tiere als Ziele ausgestellt und können von den vielen Hobby-Jägern gejagt werden. Betrieben wird dieser und weitere Parcours von Weltmeister Horst Betten.

Gastronomie: